Klassischer Weihnachstbraten: Truthahn mit Whisky

Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und eine Flasche Whisky. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen. Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl dazugeben. Ofen auf 200· einstellen.

Dann ein Glas Whisky einschenken und auf gutes Gelingen trinken. Anschließend den Truthahn auf einem Backblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke wieder auf gutes Gelingen. Den Thermostat nach 20 min. auf 250· stellen, damit es ordentlich brummt.

Danach schenk man sich drei weitere Whisky ein. Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiff unn sich eins hinner die Binde kipp. Nach ’ner weitern albernen Schunnde langsam bis zzum Ofen hinschlenderen uhd die Trute rumwenden. Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu Vabrennn an di Schaisss-Ohfndür.

Sisch waidere ffünff odda siehm Wixki innen Glas sisch unn dann unn so. Di Drute weehrent drrai Schunn’nt ( iss auch egal) waiderbraan un all ßehn Minud’n pinkeln.

Wenn üerntwi möchlisch, ßum Trathuhn hinkrieschn unn den Ohwn aus’m Viech ziehn. Nommal ein Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasuchen, das Biest rauszukriegn. Den fadammt’n Vogel vom Bodn auffläsen unn uff ner Bladde hinrichten.

Uffbasse, daß nitt Ausrutschn auff’m schaißffettichn Kühnbodn. Wenn sisch droßdem nitt fameidn fasuhn wida aufßuschichtnodersohahahaisallesjaeeeehscheißegaaal!!!!!!

Ein wenig schlafen.

Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonaise und Aspirin kalt essen.
Guten Appetit

 


 

Wir sind mehr, wir sind das Volk, so einfach ist das, Fakten, Lügenpresse, Ausländer raus, Hass, Hetze…

So komisch sich das zuerst mal anhört – ich habe etwas über Delphine gelesen, es ging um Kommunikation mit ihnen. Kommunikation, die zwar teilweise klappt – ein mit ihnen verbundener Mensch kann mit ihnen „reden“, sie können mit dem Menschen „reden“ – aber sie können sich gegenseitig nicht verstehen. Weil die Unterschiede zu groß sind.

Menschen sind nicht so groß, wiegen weniger, gehen, gegen die Schwerkraft, aufrecht und haben Gliedmaße, die sie benutzen können.

Delphine sind meist größer, wiegen wesentlich mehr, habe aber kaum eine Vorstellung von Schwerkraft und „fliegen“ quasi durchs Wasser.

Wie sollen so unterschiedliche Wesen gemeinsame Vorstellungen und, auf der Grundlage, ein gemeinschaftliches Denken entwickeln? Ein Denken um sich gegenseitig zu verstehen? Geht gar nicht, hat bis jetzt jedenfalls noch nicht geklappt.

Soweit die Forschung ist, kann man sagen: Delphine kennen keinen Hass – wir Menschen schon, nur heißt das eigentlich nicht Hass sondern Egoismus, Hass entwickelt sich erst daraus. Wir haben, bzw. „lernen“ ihn schon in der Kindheit – meins, will ich haben, und wenn nicht, bekommt der andere im Sandkasten schon mal `ne Schaufel auf den Kopf – Kinder… süsse, kleine, „unschuldige“ Wesen.

Und so verhalten wir uns unser ganzes Leben lang. Wie kann man‘s besser sagen als mit Werbung? Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Mein Status gegenüber anderen ist der Maßstab andere eben zu verurteilen und „besser“ zu sein als jemand anders.

Dafür brauchen wir eigentlich keine „Ausländer“, nur uns selbst, gegenseitig.

Break…

Ich hab im Laufe des Lebens meine eigenen Erfahrungen in die Richtung gemacht, könnte da unzähliche Beispiele nennen. Ignoranz, Desinteresse anderen gegenüber, mein „Stil“ passt nicht zu deinem, Schwule, Lesben, seit neustem offiziell noch irgendwas dazwischen oder nebenher, Äusserlichkeiten, Kleidung, Haare, reich, arm, Hautfarbe.

Alles Arschlöcher, ausser ich.

Der Mensch ignoriert Probleme, bis sie ihn selbst betreffen, aber dann ist das Geschrei groß. Solange es einem gut geht, gibt man sich lieber wichtigerem hin. Fussball zum Beispiel, angeblich „die schönste Nebensache der Welt“ – oder war das ficken? Ich weiß es nicht…

Egoismus ist, meiner Meinung nach, also unser größtes Problem. Kann das stimmen? Schon Scheisse, wenn das stimmt, müsste ich ja bei mir selbst anfangen?!?

Stimmt, aber vor mir, und dazu müssten sie eigentlich gezwungen (!) werden, durch uns, sind diejenigen dran, die uns regieren (egoistisch), die sich auf Kosten anderer Unsummen in die eigenen Taschen stecken (egoistisch), die (egoistisch) andere Menschen unterdrücken, in Armut halten, ausbeuten, selbst töten.

Wenn Geld der Maßstab ist, davon gibt es genug, nur das meiste in den Händen von wenigen.

Die Verteilung von allem auf dieser Welt ist nicht „gerecht“. „Grundbesitz“ (denkt mal alleine über dieses Wort nach, die Welt gehört uns allen), „Ressourcen“, „Kapital“, meins, meins, meins – nicht unser!

Egoismus ist das Problem.

Phrasen dreschen auf Facebook, Sinnsprüche posten und anderen die Schuld zuweisen, nützt soviel wie sich mit Scheisse die Schuhe zu putzen.

Danke für den Fisch, weiter machen…