Ich lese gern und viel… Sollte ein Verlag Interesse an einer Besprechung haben (Belletristik oder Comic – Verlinkung auf Facebook und Twitter), schickt mir gerne was vorbei, ansonsten bin ich Händler und habe mehr als genug Material bis ich abreite zu meinen Ahnen 😉 


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Gekauftes Leben – Joe Haldeman / Heyne 4875 (kaufen? klick auf’s Bild)

Klappentext: „Im 21.Jahrhundert hat sich das Leben auf die Erde grundlegend verändert, vor allem durch den Stileman-Prozeß. Dieses komplexe medizinische Wunder kann einem leidenden Körper schnell wieder zu Jugend und Gesundheit verhelfen, und es kann alle zehn bis zwölf Jahre wiederholt werden.

Das einzige Problem sind die Kosten: Alle Vermögenswerte des Patienten,die mindestens eine Million Pfund Sterling betragen müssen. Alle zehn bis zwölf Jahre muß jeder Stileman-“Unsterbliche” neu anfangen, genug Geld zu machen, um Leben zu kaufen – oder schnell und schmerzhaft sterben.

Dank dem Stileman-Prozeß ist Dallas Barr einer der ältesten Männer auf der Erde. Er ist auch gerade wieder jung geworden, als er Maria über den Weg läuft, einer Frau aus einem – im wörtlichen Sinne – früheren Leben. Und er erkennt, dass alle Stileman-“Unsterblichen” nicht gleich geboren (oder geschaffen) wurden. Und dass jemand versucht, sie alle zu töten.“

 

Nach den ersten hundert Jahren hören die Menschen auf, Risiken einzugehen.“ lautet der erste Satz im Buch, welches einen kleinen Teil des Lebens von Dallas Barr beschreibt. Dallas ist das genaue Gegenteil, er geht jedes Risiko ein, das sich ihm bietet.

Nur sucht er sich die auf ihn zukommende Gefahr dieses mal nicht selber aus. Jemand aus den eigenen Reihen der “Unsterblichen” versucht nicht nur ihn zu töten sondern gleich die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Als Maria wieder in sein Leben tritt und erneut eine große Liebe zwischen ihnen entsteht, wird es auch für sie gefählich, obwohl sie sich nicht einer erneuten Behandlung unterziehen will.

Infolge dieser neuen Begegnung springt die Erzählweise des Buches auf die beiden jeweiligen Protagonisten um, man bekommt die Handlungsstränge, Gedanken und Gefühle aus den jeweiligen Blickwinkeln der beiden mit, und das gibt dem Buch eine ganz eigene Dynamik. Unbedingt Empfehlendswert.

Haldeman ist mir als Autor zuerst in der Comic-Adaption von „Der ewige Krieg“ (als Comic in drei Teilen bei Carlsen erschienen) untergekommen, in der die Zeit eine noch größere Rolle einnimmt, als im vorliegend besprochenen Buch.

Sehr viele Einzelromane hat Haldeman nicht geschrieben, aber „Der ewige Krieg“ wurde noch um zwei weitere Bücher zur Trilogie erweitert. Zwei Star Trek Romane gehen noch auf sein Konto (Grenze zur Unendlichkeit & Welt ohne Ende) und etliche Kurzgeschichten. Er ist ausgezeichnet mit dem Hugo Award, dem Nebula Award, dem Locus Award und dem World Fantasy Award.

 


 

Über mich…
Geboren am 14.10.1956 in Hannover und seit 1979 im Bereich Comics und Bücher beschäftigt. Anfangs als erster festangestellter Mitarbeiter & Geschäftsführer des Ladens „Trivial Book Shop“ in Hannover, ab 1992 mit eigenen Geschäftsräumen in Linden und seit 1994 auch als Verlag tätig.
„Künstlerisch“ betätige ich mich seit frühester Jugend, den Erfolg in allen möglichen Bereichen habe ich aber nie wirklich gesucht. Musikalisch war ich lange unterwegs, meistens Gesang und Gitarre (deutsch/englisch), aber auch Bluesharp, etwas Keyboard, Drums und Bass. In dem Bereich bin ich aber immer Kellerkind (oder Bunker) geblieben, obwohl ich auch eigene Texte und Stücke geschrieben habe. Ein paar wenige Sachen habe ich wohl noch auf Tapes und Tonbändern…
Gezeichnet und gemalt habe ich auch schon ewig, angefangen mit Wandbemalungen in frühen Clubräumen (Sänger und Bands) bis hin zu Kohle- und Bleistift-Zeichnungen. Vieles hat leider nicht überlebt. Wände werden übermalt und einiges verschwindet einfach im Laufe der Zeit.

 

Hendrix-Bild in meiner ersten eigenen Wohnung in Hannover Bothfeld, 2 x 2 Meter

 

 

 

 

John Lennon Kohle-Zeichnung Din A 3, Signatur „MC“, ich war nicht immer der Ilsemann…

Ilsemann als Verleger:

Alles angefangen hat es 1994 mit einer Ausstellung, die ich mit Gregor M. Hoffmann veranstaltet habe, der in einem Aus-Semester (als Jurist) sein Erstlingswerk „Viktor Skoff“ fertig gestellt hatte. Heute würde man dazu nicht „Comic“ sondern „Graphic Novel“ sagen.

Ich beantragte zum Gewerbeeintrag den Zusatz „Verlag“ und gab den Band in einer Auflage von 1250 Stück heraus – einige wenige Exemplare sind noch lieferbar.

Beachtenswert dabei vielleicht die Kooperation mit der Reemtsma, die ich für Werbung gewinnen konnte, zwei Seiten wurden extra neu gezeichnet und auf anderen Seiten wurde ein wenig Werbung eingebaut. Die geplante Anzeige auf der Rückseite, extra von Gregor auf die gängigen Anzeigen zugeschnitten, wurde dann aber von der Werbeabteilung gestoppt – man befürchtete Verfahren wegen unlauteren Wettbewerb.

Dann ging es einige Jahre Schlag auf Schlag. Angefangen mit „ILSEMANN Das ultimative Comicmagazin aus Hannover“ über Hit Comics (einem Superhelden Fachmagazin) bis hin zu mehreren Einzel-Comic und Kurzserien und auch einigen Büchern, zusammen genommen werden es inzwischen über 50 Titel sein.

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