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Vorsicht, Satire… Wenn sie diese Beiträge hier lesen, nehmen sie sie bitte nicht allzu Ernst und schon gar nicht persönlich, der Autor will nur spielen…


optische Täuschung

Als seinerzeit die Erde kartographisch erfasst wurde ging die Menschheit noch von einer Scheibe oder einer Kugel aus, was natürlich totaler Blödsinn ist.

Anno 2017 war das erstemal der Opiker Klaus Dieter Schiele mit einem Space Shuttle und neuartigen Linsen zur Vermessung der Kantenlänge unseres Planeten im All und seit dem muss man die Welt mit anderen Augen sehen – es war alles eine optische Täuschung.

Die Theorie einer runden Erde wurde schon von Kolumbus auf seinen Entdeckungsreisen zwischen 1492 und 1504 widerlegt, da er nie da ankam wo er hin wollte, er ist ewig an der falschen Ecke abgebogen.

Es lässt sich ganz leicht belegen, Schiffsfahrer konnten das auch gar nicht mitbekommen, es war auf einmal dunkel und man war um die Ecke – das sind übrigens auch die Stellen auf unseren Ozeanen, an denen am häufigsten Seekrankheiten auftreten.

Im Sizilien des 19. Jahrhunderts wurde zum Glück das erstemal beispielhaft belegt, dass es nicht „um die Runden kommen“, sondern „um die Ecke bringen“ heißt. Da ist die Mafia bis heute drauf eingeschossen.

Landkanten befinden sich meistens in Gebirgsketten wieder, wo das nicht zutrifft, befindet sich meistens Wasser, oder es ist scheißheiß oder arschkalt…

Die Redewendung „sich die Kanne geben“ dürfte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in „Kante“ umgeändert worden sein, zumindest stufte sie Schemann 1993 als „Neologismus“ ein und sie fehlt in allen einschlägigen älteren Redensarten-Wörterbüchern. Zurückzuleiten sollte das auch auf einen Seefahrer sein, der „volle Kanne“ um die Ecke schiffte.

Als Kante (im 17. Jahrh. in der Bedeutung „Rand, Ecke“ aus dem Niederdt., von gallisch latinisiert canthus „eiserner Radreifen, Radfelge“) bezeichnet man allgemein eine Linie, in der zwei Flächen zusammenstoßen, in der Topografie Linien, wo sich die Geländeneigung stark ändert, siehe Geländestufe.

Und heißt es nicht auch „das runde muss ins eckige“?

 


Anthropophagie GmbH & Co. KG ©

Mehrere „Fliegen“ mit einer Klappe schlagen, oder Klappe zu – „Affe“ tot.

Es soll Menschengruppen geben, die nicht zum Verzehr geeignet scheinen. Politiker zum Beispiel, oder Waffenhersteller, auch Religionsfanatiker. Genau hier aber setzt unsere Marketing-Strategie an.

Mal ehrlich, wissen sie, was sie essen? Der normale Supermarkt-Kunde oder Fastfood-Konsument weiß eh nicht, was er da kauft, oder was ihm vorgesetzt wird. Oder wissen sie was in einem Döner oder einem Burger drin ist? Genau, und sie wollen es auch nicht wissen. Verdrängung und Ignoranz ist eh des Menschen Markenzeichen, warum also nicht konsequent etwas gutes tun.

Etwas gutes? JA. Unser Hauptproblem ist eh die Überbevölkerung, warum also nicht da anfangen, wo es keinen von uns juckt? Kriege könnten wir uns sparen, obwohl die auch nicht schlecht gegen Überbevölkerung sind, Waffen brauchen wir dann auch nicht mehr und Politiker wären überflüssig, sind sie doch in genau diesen Branchen tätig.

Ein weiterer Vorteil: Die Vermehrung und mühsame Aufzucht können wir uns sparen, nachwachsende Ressourcen sozusagen. Platz hätten wir auch wieder, Wohnungen, Weideflächen für Vegetarier, Spielplätze für artgerechte Haltung, mindestens die Hälfte der Schulen kann geschlossen werden, Altersheime wären überflüssig.

Denken sie das mal zuende…

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Die Nudelernte (15.10.2007)

Sind weniger Arbeitslose auf deutschen Strassen zur Zeit, oder?
Na ja, es ist Frühherbst und die sind alle in Richtung Italien abgewandert. Da geht´s jetzt hoch her in den Hainen und an den Berghängen. Es ist Erntezeit.
Nudelernte.

Am Spago Maggiore werden gerade die Spaghetti gepflückt, die in Deutschland am beliebtesten sind. Na ja, gepflückt ist nicht der richtige Ausdruck, eher geschnitten. Damit sie schön gerade bleiben werden die reifen, goldgelben Spaghetti vorsichtig an der Knospe abgetrennt und kommen dann sofort zum trocknen in extra angefertigte, sargähnliche Kisten, die etwas länger als die reifen Früchte sind.

Bekanntlich sind die riesigen Bäume, an denen die bis zu 7 Meter langen Spaghetti wachsen, die am Rande des Spago Maggiore in den Himmel ragen, die ertragreichsten überhaupt. Die in Chitarra wachsenden Bäume hingegen sehen eher gitarrenähnlich aus und bringen eine Art eckige Spaghetti hervor. Auch in Bigoli wächst eine Art Spaghetti-Strauch, der aber bei weitem nicht so ertragreich ist wie die anderen Arten.

Bevor die Spaghettibaum-Züchtungen am Spago Maggiore gelangen, wurden ähnliche Früchte vom Maccharonibaum einfach in zwei unterschiedlich aussehende Frucht-Hälften geteilt und der innere Kern als Spaghetti angeboten. Der Rest, also die Maccharoni selbst, sind nicht sehr beliebt da der Italiener nicht auf dicke, hohle Nudeln steht.

So gibt es nach jahrhundertelanger Zucht mittlerweile hunderte verschiedene Nudelgewächse, die die Landschaften auf der vom Mittelmeer umschlossenen Halbinsel prägen.

Hier einige der beliebtesten.
In Annellini z. B. wachsen die ringförmigen Nudeln für Suppeneinlagen, in Cannelloni große röhrenförmige Nudeln, welche später mit verschiedenen Zutaten gefüllt werden, in Capelli d’Angelo lange, extrem dünne Nudeln, welche ihren Namen der Tatsache verdankt, dass sie so fein wie Engelshaar sind, in Cappelletti kleine runde Nudeln die wie Hütchen geformt sind und auch für ein beliebtes Spiel der Italiener herhalten müssen.

In Conchiglie, in Mittelmeer-Nähe, wachsen muschelförmige Nudeln die auch nur hier gedeihen. In Farfalle, an den höchsten Berghängen, blühen zarte Nüdelchen die aussehen wie Schleifen oder Schmetterlinge, wobei in Fettuccine flache Bandnudeln erblühen, die nestförmig zusammengedreht eine Köstlichkeit darstellen. Sie sind das römische Gegenstück zu den in Tagliatelle wachsenden.

In Fusilli hingegen wachsen spiralförmige Nudeln, die nicht zum Verzehr geeignet sind. Sie werden hauptsächlich in der Autoindustrie eingesetzt da sie aussehen wie kleine hohle Spulen oder Federn.

Am „Largo ma non grazie tante“ gedeihen die berühmten flachen Lasagneblätter, die man zum Überbacken mit Fleischsauce und Käse in mehreren Schichten verwendet. Lasagne gibt es in verschiedenen Größen und Breiten, auch mit wellenförmigen Rändern.

In Orecchiette wachsen kleine Nudeln, die, nicht zum Verzehr geeignet, mit Vorliebe als Schlafhilfe in die Gehörgänge gestopft werden da sie ein ohrenförmige Aussehen haben.

Die Pappardelle-Nudeln werden ersatzweise auch als Verbandsmaterial benutzt da sie sehr breit und somit flächendeckend sind.

In Ravioli kommt die wohl mit bekannteste Nudel vor. Sie ist entweder rund oder quadratisch, innen hohl und sehr gross und wird von den Italienern als Abfallbeseitigungsmittel für über dem Verfallsdatum liegende Lebensmittel bevorzugt.

Die Vielfältigkeit der Nudelgewächse kennt also kaum Grenzen. Die häufigste Form der Bandnudel wächst zum Beispiel in Tagliatelle und ist in Norditalien beliebter als im Süden. Dafür ist in Süditalien die Neapolitanische Bezeichnung „Vermicelli“ für Spaghetti eher ein Schimpfwort für Norditaliener und gibt Aufschluss darüber das alle Italiener einen an der Nudel haben. „Tortelli“ oder auch „Tortellini“ ist quasi die deutsche Variante und heisst wörtlich übersetzt „einen an der Waffel haben“.

Darüber hinaus gibt es viele kleinere Nudelarten, die auf allen Wiesen Italiens gedeihen, und die im Frühling ein prächtiges Bild abgeben. Sie werden meistens als Suppeneinlagen verwendet wie z.B. die Nudeln aus Risoni, Stelline, Ditalini, Quadretti, Tripolini und Canestrine.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Italienische Männer sollte man möglichst nicht an ihrer Nudel messen da das in manchen Landesteilen zu Pizza führen könnte. Fleissig sind sie aber allemal.

Internet:
Zwischen den USA und Italien tobte 1996 der berüchtigte Spaghetti-Krieg:
http://www.zeit.de/1987/33/eine-groteske-und-ihre-ursachen

Falls wer ńe Nudel-Seite braucht…
http://www.ulknudel.de/

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